Der Baggerführer in der Baugrube eines neuen Hotels an der Wachtstraße in Bremen legte am Mittwoch, dem 29. März 1989, ein hölzernes Schiff frei, 10 m unter Straßenniveau in einem ehemaligen Weserlauf. Ein Ende des Schiffes verschwand in der Betonwand der Baugrube.
Das Schiff hatte keine Eisennägel oder Nieten, nur Holzdübel. Die äußeren Planken des Bodens waren im Querschnitt L-förmig: Mit solchen Planken verband man vor Jahrhunderten den Boden eines Schiffes mit seinen Seitenwänden. Wir konnten 12 m des Schiffes bergen, 5 bis 8 m stecken heute noch außerhalb der Baugrube unter der Straße.

Die dendrochronologische Datierung zeigte später, dass das Schiff im Jahr 808 n. Chr. gebaut wurde, also zur Regierungszeit Karls des Großen. So tauften wir es Karl.
Das Flussschiff Karl ist ein sehr wichtiger Fund: Aus karolingischer Zeit kennen wir in Europa nur drei weitere aus Planken gebaute Schiffe.

Quelle:  Nationales Schifffahrtsmuseum der Bundesrepublik Deutschland      http://www.dsm.museum/MA/karl.htm

 

 

 

 

 

Nach der Frage nach Lieferung und Transport von Waren in und um Vechta wurde vom Museum im Zeughaus ein Boot in Auftrag gegeben.

als Vorlage für ein mögliches Boot diente das "Karlsboot" aus den Deutsches Schifffahrtsmuseum  in Bremerhaven.

das oben gezeigte Boot ist jetzt die rekonstruierte Variante eines Transportbootes welches im 9.Jhd im Raum Vechta benutz worden sein kann.

Bauzeit: Oktober 2008 bis März 2009

Länge: 9,20 m

Breite: 1,80 m             

Gewicht: ca. 1,70 t

Transportvolumen: ca. 3t                                    

Material : 4cm starke Eichenplanken                  Karl von Bremen: 5cm        

Verbindung: ca. 300 Holzdübel (2,5cm)             Karl von Bremen: 3cm

Abdichtung. Hanf und Teer                                   Karl von Bremen: wahrscheinlich Moos und Teer                                       Startseite